Landesgruppe Baden-Württemberg

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Thomas Leibrecht, Schloss, 74379 Ingersheim
Tel. (07142) 52348, dbvlgbw@yahoo.com

Veranstaltungen


Kurpfälzer Kreis
Vortragsreihe 2017

Informationen: Christian Burkhart, Rathausstraße 16, 69221 Dossenheim,
Tel. (06221) 867316,
eMail: cburkhart@t-online.de
Der pro Person und Vortrag erhobene Eintritt beträgt € 3,--.
Ort: Kurpfälzisches Museum der Stadt Heidelberg, Palais Morass, Hauptstraße 97

Mittwoch, 08. März 2017, 19.00 Uhr (s.t.)
Zur Realienkunde der frühneuzeitlichen Burg
Beispiel: Neuscharfeneck in der Südpfalz
Referent: Dr. Rolf Übel M.A.,
Historiker, Landau in der Pfalz.
Archivar der VG Annweiler am Trifelsund der VG Bad Bergzabern
http://verlag-rolf-uebel-historiker.de

Achtung! Ausnahmsweise findet in diesem Jahr im Rahmen der schon seit 15 Jahren laufenden „Heidelberger Burgenvorträge“ noch ein kurzfristig angesetzter vierter Vortragsabend statt:
Mittwoch, 03. Mai 2017, 19.00 Uhr (s.t.)
Abt Sigehard von Lorsch und die Starkenburg bei Heppenheim
Neue Einsichten aus alten Quellen zum frühen Burgenbau an der südlichen Bergstraße
Referent: Christian Burkhart M.A., Historiker, Dossenheim
Merian Kupferstich 1645 StarkenburgSchon in den 1970er-Jahren kritisierte der Archivar und Historiker Jürgen Sydow (1921-1995), es könne in der Geschichtsforschung nicht darum gehen, schon einmal Gedrucktes lediglich in eine neue, zeitgemäßere Form umzuschreiben, was aber gleichwohl immer wieder geschehe. Vielmehr seien alle Veröffentlichungen stets daran zu messen, „was die Quellen eigentlich wirklich sagen“. Denn nicht selten würden bei der Quellenarbeit Fehler gemacht und dadurch falsche Behauptungen aufgestellt, die sich dann durch andere Autoren, die sich diese ungeprüft zu eigen machten, noch weiter verbreiteten.
Der Historiker Christian Burkhart (Jg. 1965), seit 25 Jahren aktives Mitglied der Deutschen Burgenvereinigung e.V. und seit 15 Jahren auch Organisator dieser Heidelberger Vortragsreihe, befasst sich schon lange mit den mittelalterlichen Burgen und Klöstern des Rhein-Neckar-Raumes. In seinem Vortrag zeigt er, dass auch im Fall der vor mehr als 950 Jahren über Heppenheim errichteten Trutzburg des Klosters Lorsch zwischen der mittelalterlichen Überlieferung und dem, was spätere Geschichtsschreiber daraus ableiteten, oftmals nicht unerhebliche Abweichungen zu beobachten sind.
Von den Anfängen der bekannten Bergstraßenburg als namenloses „castellum“ um 1065/66 berichtet ausführlich der erst im letzten Drittel des 12. Jahrhunderts unter Abt Sigehard von Schauenburg entstandene Lorscher Codex. Als „Starckimberch“ wird sie jedoch nicht vor 1206 erwähnt und das auch nur beiläufig in der erst um 1300 angefertigten Abschrift einer Urkunde des Wormser Bischofs Lupold von Scheinfeld, der seinerzeit zugleich der alten Reichsabtei an der Weschnitz vorstand. Aber was geschah in den 140 Jahren dazwischen, und wie veränderte sich die wehrhafte Bebauung des Heppenheimer Burgbergs vom 11. bis zum 13. Jahrhundert?