Landesgruppe Niedersachsen

Dipl.-Ing. Hans-Peter Roppel, Marienstraße 10, 38364 Schöningen
Tel. (05352) 909393, Fax 909582, hproppel@yahoo.de

Veranstaltungen
23.-25. Juni 2017

Einladung der Landesgruppe Niedersachen vom 23. bis 25. Juni 2017

Burgenfahrt in die Jagdreviere Deutscher Kaiser

Liebe Mitglieder und Freunde der Landesgruppe Niedersachsen,
im Namen des Vorstandes lade ich Sie recht herzlich zur Exkursion in die Letzlinger Heide.

Programm und Anmeldeformular als pdf

Freitag 23.06.2017
Eintreffen der Teilnehmer im Schloss Letzlingen.
Beziehen der Zimmer. Nach Wunsch: Besuch des sehr interessanten Museums: Die letzten 150 Jahre Preußischer Geschichte. Etwa 2 Stunden sollte man einplanen. Für den Kirchenbesuch und Park etwa eine Stunde.
20.00 Uhr    Abendessen im Schloss.
Danach Bericht des Vorstandes.  Anschließend gemütliches Beisammensein.
Sonnabend 24.06.2017
8.30 Uhr    Abfahrt mit dem Bus nach Kloster Neuendorf, danach nach Gardelegen.
11.00 Uhr    Tangermünde Burgbesichtigung und Stadtbesichtigung.
12.30 Uhr    Mittagessen in Tangermünde,
14.00 Uhr    Weiterfahrt zum Kloster Jerichow
15:30 Uhr    Weiterfahrt nach Stendal. Aufenthaltszeit in Stendal nach Rücksprache. Rückfahrt zum Schloss Letzlingen.
20.00 Uhr    Abendessen im Schloss.
Sonntag 25.06.2017
9.00 Uhr     Abfahrt mit eigenen Pkw nach Kalbe. Besichtigung der Burg Kalbe.
10.00 Uhr     Weiterfahrt nach Bismark zur Besichtigung der "Goldenen Laus"
10.30 Uhr     Zum Großsteingrab nach Steinfeld.
11.30 Uhr    Weiterfahrt nach Ameburg, Besichtigung der Burgruine und Mittagessen
„Zum Elbblick", bei schönen Wetter auf der Elbterrasse.
14.30 Uhr     Ausklingen der Burgenfahrt 2017

Burgenfahrt der Landesgruppe Niedersachsen
in die Jagdreviere Deutscher Kaiser vom 23. bis 25. Juni 2017

Schon 1528 ließ Matthias von Alvensleben inmitten des großen Forstgebietes der Letzlinger Heide ein einfaches Jagdhaus errichten. 1555 kam der Kurprinz Johann Georg von Brandenburg in Besitz des großen Jagdreviers. 1559-1563 ließ er an der Stelle des alten Hauses durch die Baumeister Kaspar Theis und Kunz Bundschuh, letzte Erbauer des Jagdschlosses Grunewald bei Berlin, ein Jagdschloss erbauen.

1628 ? 1630 wurde es Pappenheimische Garnison und dabei ausgeplündert. Der Sohn des "Alten Dessauers", der in Gardelegen garnisoniert war, erhielt 1726 das Jagdrecht im Forstgebiet.

1802 erhielt Prinz Louis Ferdinand von Preußen das Jagdrecht. Im 18. Jahrhundert war um das alte Schloss durch Kolonisten ein Dorf entstanden, dafür ließ König Friedrich Wilhelm l. eine neue Kirche bauen. König Friedrich Wilhelm IV. fand die Gegend schön und erklärte die Heide zum Hofjagdgebiet. Ab 1844 ließ er das Schloss vergrößern und erneuern. Unter ihm und Wilhelm II. fanden zahlreiche glänzende Jagdveranstaltungen statt. Der Berliner Hof und der Adel, unter Anderen Bismarck, Hindenburg und Erzherzog Franz?Ferdinand von Österreich waren Jagdgäste. 1918 wurden die Möbel verschleudert und eine Schule wurde eingerichtet. Nach der Wende wurde in dem einen Bau das Schlosshotel eingerichtet, in dem anderen Haus ein Museum, das sich mit der Wilhelminischen Zeit befasst.

Gardelegen wird erstmalig 1121 im Güterverzeichnis des Klosters Schöningen erwähnt, dürfte aber älter sein, da es an wichtigen Handelsstraßen lag. Von den 3 Stadttoren sind das ansehnliche Salzwedeler Tor und Stadtmauern erhalten. An der Straße von Gardelegen nach Stendal liegt das Kloster Neuendorf. Nach Kloster Diesdorf ist es das bedeutendste Kloster der Altmark. Kirche, Klausur und der Kreuzgang sind gut erhalten. Viele Grablegen der Familie von Alvensleben.

Tangermünde wurde in ottonischer Zeit zur Sicherung der Elblinie gegen die Slawen angelegt. Erwähnung 1009, mit Sicherheit aber älter. Die Burg liegt auf einer über der Mündung des Tanger in die Elbe. 1185 wurde auf dem "Prälatenberg“ 1185 das Chorherrenstift St. Stephan gegründet. In der ersten Hälfte kam es zur Stadtgründung. Die Stadtbefestigungen sind erhalten geblieben. Besonders beeindruckend der Putinnenturm und das Elbtor.

Südlich von Tangermünde liegt das berühmte Kloster Jerichow. Ursprünglich war Jerichow ein Allodien des Stader Grafenhaus, das neben anderen Burgwarde wie Milow und Altenplathow die sächsische Nordmark von 1056 ? 1128 bildete.

1144 übernahm der Erzbischof von Magdeburg das Stader Grafenhaus. 1144 kam es durch das landsässige Bistum Havelberg zur Gründung des Klosters Jerichow. Erzbischof Wichmann genehmigte die personale Abhängigkeit vom Kloster Havelberg, behielt sich aber die Hoheit über den Burgward Jerichow vor. 1259 gab der Erzbischof die Burg auf. 1354 ging es an den Erzbischof zurück. Mit Burg Sandau sicherten die Erzbischöfe das Gebiet an Stremme.

Das dürfte auch die Zeit sein, in der die dreischiffige Pfeilerbasilika die doppeltürmige Westfassade nach dem Vorbild des Magdeburger Mutterstiftes erhielt. 1259 verzichtete das Erzbistum Magdeburg an Burg und Stift, um die Grafschaft Seehausen zu sichern. 1551 wurde das Stift von Söldnern ausgeplündert. Die Stiftskirche wurde im 17. Jh. barockisiert. Die Burg mit dem gewaltigen Bergfried wurde abgerissen. 1955 wurden Klausur und der Kreuzgang wiederhergestellt.

Steinfeld, ein Dorf mit einem der größten Großsteingräber. 10,00 m lang und 3,00 m breit, Steinumhegung 8,00 m breit und 47,00 m lang. Die Anlage stammt aus dem mittleren Neolithikum (5000 bis 3500 v. Chr.). Beginn der Metallverarbeitung im Schmelzverfahren. Es bilden sich gesellschaftliche Oberschichten, Fernhandel und befestige Siedlungen heraus.

Stendal wird 1160 von Albrecht dem Bären gegründet. An Stelle des Markgräflichen Besitzes 1188 das Kollegiatstift (Domstift) St. Nikolai. Auch ein Kaufhaus wird in diesem Jahr erwähnt. Weitere Kirchen St. Peter, St. Jacob und St. Marien. Am Rathaus ist der älteste Teil die Gerichtslaube aus Anfang des 15 Jh. Vor dem Rathaus der Roland. Von den 3 Toren sind Tangermünder Tor und das Überlinger Tor erhalten. Sie zählen zu den eindrucksvollsten Toren der Mark.

Ameburg DieBurg wird 1025 Sitz eines Burgwards. In Ottonischer Zeit war sie Reichsbesitz und wichtigste Befestigung in der Altmark. Während des Slawenaufstandes 983 wird die Burg und das Kloster St. Marien zerstört. Heinrich II. lässt Burg und Kloster wieder aufbauen. Sehr schön ist die romanische Stadtkirche St. Georg. Im 30-jährigen Krieg war die Stadt öfters von den Kriegsführenden besetzt, u.a. von König Gustav von Schweden. Die Burg wurde geplündert und verfiel.

Bismark Der Burghügel ist kaum noch zu erkennen. Bismark war immer im Besitz derer von Alvensleben. Berühmt ist "Die Goldene Laus", der Rest einer romanischen Wallfahrtskirche. In der Vergangenheit stand in goldenen Lettern LAUS DEO (Lob Gottes) an der Kirche.

Kalbe. Auf der Talsandinsel der Milde gründete die Gräfin Oda unter Kaiser Otto I. ein Benediktinerkloster, dem Heiligen Laurentius geweiht. 983 fiel es dem Slawenaufstand zum Opfer. Der Konvent wurde in den Königshof nach Schöningen verlegt. 1196 wird Kalbe als Sitz eines Burgwards erwähnt. 1324 ging die Burg an die von Alvensleben. Die von doppelten Gräben umgebene Anlage war im 30-jährigen Krieg eine wichtige Festung. Reste von Wällen und Gebäuden vermitteln noch heute eine imponierende Anlage. In der aus romanischer Zeit stammenden Nikolaikirche befinden sich Epitaphien und Grabmäler derer von Alvensleben.
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Burgenstammtisch
Wer  Interesse hat an einem regelmäßigen Burgenstammtisch im Raum Stade, Bederkesa, Hamburg, Bremen hat, kann sich bei
Frank Schwarzer, Tel: 0157 – 306 40103, 04141- 411 680
Mailadresse: frank.schwarzer@bwvi.hamburg.de melden.
Gedacht ist, sich regelmäßig im obengenannten Raum Bederkesa, Stade, Hamburg zu einem Erfahrungsaustausch zu treffen.
Möglich sind auch kleine Fahrten zu kulturhistorischen Objekten wie z.b. die Festung Grauerort im Alten Land.
Dieser Stammtisch kann bei Interesse regelmäßig stattfinden.
Eingeladen sind natürlich alle, die sich für Burgen, Wallanlagen usw. begeistern können.