Landesgruppe Rheinland-Pfalz/Saarland

Rüdiger Mertens M.A., Eckenheimer Landstraße 288a, 60435 Frankfurt
Tel. (069) 546826
Fax +49 322 237 235 59 , mertens.ffm@t-online.de

Veranstaltungen 2017
4. März 2017
Wohnturm Haus zum Stein, Foto: R. Friedrich für www.ebidat.eu (2010)21. Mittelrheinisches Burgensymposion
Thema: "Städtische Wohntürme und Adelshöfe"
Ort
: Landesmuseum Mainz
inkl. Rundgang zu Objekten in Mainz
Leitung: Stefan Köhl, Bad Kreuznach-Ebernburg

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Burgenfreunde,
im Namen des Vorstandes lade ich Sie herzlich zu unserem 21. Mittelrheinischen Burgensymposion ein. Es findet diesmal im Saal „Forum“ des Landesmuseums Mainz, Große Bleiche 49-51 in Mainz statt. Nach einem Vortrag im Anschluss an die Mittagspause werden wir im Rahmen eines Rundgangs Adelshöfe und Wohntürme in der Mainzer Innenstadt kennenlernen.
Das Entgelt für die Veranstaltung beträgt EUR 10,00 pro Person. Bitte überweisen Sie es auf das Konto   IBAN: DE91 5451 0067 0234 286677,  BIC: PBNKDEFF.
Bitte schicken Sie Ihre Anmeldung an meine Adresse (nicht an die Marksburg) bis Samstag, den 25.02.2017. Eine Anmeldebestätigung werden wir Ihnen nicht zusenden.
Mit freundlichen Grüßen
Mertens M.A.– Ellrodt – Köhl M.A. – Dr.-Ing. Ulrich
Einladung als pdf, Anmeldeformular als pdf
Zum Tagungsthema
Als Wohnsitze des Adels in früherer Zeit gelten gemeinhin Burgen und Schlösser. Weniger im Bewusstsein sind dabei die städtischen Adelssitze. Es ist aber davon auszugehen, dass zumindest für das Stadtpatriziat bereits seit dem Hochmittelalter und für den Burgen besitzenden Landadel spätestens seit dem Spätmittelalter städtische Wohntürme und Adelshöfe häufig den eigentlichen Lebensmittelpunkt bildeten, nicht zuletzt wegen der Nähe zum städtischen Wirtschaftsleben und zu den Fürstenhöfen. In der frühen Neuzeit wurden einige dieser Adelshöfe geradezu palastartig ausgebaut, weshalb gelegentlich missverständlich von Adelspalais die Rede ist.
Im Bereich unserer Landesgruppe haben sich insbesondere in den Städten Trier, Koblenz und Mainz trotz zahlreicher Kriegsverluste bedeutende Beispiele adliger Wohnkultur aller Epochen vom Hochmittelalter bis ins 18. Jahrhundert erhalten. Durch die Wahl des Tagungsortes Mainz können nach den Vorträgen einige dieser Bauwerke vor Ort betrachtet werden.
Programm
1. Teil: Vorträge
10.00 Uhr
Begrüßung: Rüdiger Mertens M.A., Vorsitzender der Landesgruppe
10.15 Uhr
Stefan Köhl M.A. (Bad Münster am Stein-Ebernburg)
Einführung in das Tagungsthema.
10.30 Uhr
Dr. Eduard Sebald M.A. (GDKE Mainz)
Wohntürme und Adelshöfe in Trier.
 anschließend Diskussion
11.30 Uhr
Dr. Jens Fachbach (Universität Trier)
Aus den Augen, aus dem Sinn? – Frühneuzeitliche Adelshöfe in der Residenz Koblenz/Ehrenbreitstein. Eine Spurensuche.
anschließend Diskussion
12.30 Uhr: Mittagspause.
13.30 Uhr
Dr. Georg-Peter Karn (GDKE Mainz)
„Pro decore civitatis“ – Wohntürme und Adelshöfe in Mainz.                   
anschließend Diskussion
2. Teil: Rundgang
14.30 Uhr
Dr. Georg-Peter Karn (GDKE Mainz)
Führung zu Wohntürmen und Adelshöfen in Mainz.
Wir gehen zu Fuß zu den vorgesehen Objekten.
Gegen 17.00 Uhr        Ende der Tagung.

25. März 2017
Burgenfahrt an die Mittelmosel
(Burg Veldenz, Schloss Lieser, Burg Landshut, Festung Mont Royal)

Kurpfälzer Kreis
Vortragsreihe 2017
Informationen: Christian Burkhart, Rathausstraße 16, 69221 Dossenheim,
Tel. (06221) 867316,
eMail: cburkhart@t-online.de
Der pro Person und Vortrag erhobene Eintritt beträgt € 3,--.
Ort: Kurpfälzisches Museum der Stadt Heidelberg, Palais Morass, Hauptstraße 97


Mittwoch, 08. März 2017, 19.00 Uhr (s.t.)
Zur Realienkunde der frühneuzeitlichen Burg
Beispiel: Neuscharfeneck in der Südpfalz
Referent: Dr. Rolf Übel M.A.,
Historiker, Landau in der Pfalz.
Archivar der VG Annweiler am Trifelsund der VG Bad Bergzabern
http://verlag-rolf-uebel-historiker.de

Achtung! Ausnahmsweise findet in diesem Jahr im Rahmen der schon seit 15 Jahren laufenden „Heidelberger Burgenvorträge“ noch ein kurzfristig angesetzter vierter Vortragsabend statt:
Mittwoch, 03. Mai 2017, 19.00 Uhr (s.t.)
Abt Sigehard von Lorsch und die Starkenburg bei Heppenheim
Neue Einsichten aus alten Quellen zum frühen Burgenbau an der südlichen Bergstraße
Referent: Christian Burkhart M.A., Historiker, Dossenheim
Merian Kupferstich 1645 Starkenburg
Schon in den 1970er-Jahren kritisierte der Archivar und Historiker Jürgen Sydow (1921-1995), es könne in der Geschichtsforschung nicht darum gehen, schon einmal Gedrucktes lediglich in eine neue, zeitgemäßere Form umzuschreiben, was aber gleichwohl immer wieder geschehe. Vielmehr seien alle Veröffentlichungen stets daran zu messen, „was die Quellen eigentlich wirklich sagen“. Denn nicht selten würden bei der Quellenarbeit Fehler gemacht und dadurch falsche Behauptungen aufgestellt, die sich dann durch andere Autoren, die sich diese ungeprüft zu eigen machten, noch weiter verbreiteten.
Der Historiker Christian Burkhart (Jg. 1965), seit 25 Jahren aktives Mitglied der Deutschen Burgenvereinigung e.V. und seit 15 Jahren auch Organisator dieser Heidelberger Vortragsreihe, befasst sich schon lange mit den mittelalterlichen Burgen und Klöstern des Rhein-Neckar-Raumes. In seinem Vortrag zeigt er, dass auch im Fall der vor mehr als 950 Jahren über Heppenheim errichteten Trutzburg des Klosters Lorsch zwischen der mittelalterlichen Überlieferung und dem, was spätere Geschichtsschreiber daraus ableiteten, oftmals nicht unerhebliche Abweichungen zu beobachten sind.
Von den Anfängen der bekannten Bergstraßenburg als namenloses „castellum“ um 1065/66 berichtet ausführlich der erst im letzten Drittel des 12. Jahrhunderts unter Abt Sigehard von Schauenburg entstandene Lorscher Codex. Als „Starckimberch“ wird sie jedoch nicht vor 1206 erwähnt und das auch nur beiläufig in der erst um 1300 angefertigten Abschrift einer Urkunde des Wormser Bischofs Lupold von Scheinfeld, der seinerzeit zugleich der alten Reichsabtei an der Weschnitz vorstand. Aber was geschah in den 140 Jahren dazwischen, und wie veränderte sich die wehrhafte Bebauung des Heppenheimer Burgbergs vom 11. bis zum 13. Jahrhundert?