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Bei der Sitzung von Präsidium und
Vorstand der Deutschen Burgenvereinigung e.V., der ältesten bundesweit
tätigen Initiative für den Schutz unserer historischen Wehr- und
Wohnbauten, am 4. März 2006 auf der Marksburg wurde das folgende
Statement zu der für den Denkmalschutz als bedrohlich empfundenen
Entwicklung in verschiedenen staatlichen Denkmalämtern formuliert: |
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"Mit großer Besorgnis nehmen das
Präsidium und der Vorstand der Deutschen Burgenvereinigung e.V. die
derzeitige Entwicklung der Landesdenkmalämter in verschiedenen
Bundesländern zur Kenntnis, die entweder auf Grund dramatischer
Kürzungen des Personals und der Zuschussmittel oder durch die
Zerschlagung der Eigenständigkeit in absehbarer Zeit nicht mehr in der
Lage sein werden, ihre traditionelle und überaus wichtige
Beratungstätigkeit wahrzunehmen.
Diese Entwicklung steht im eklatanten
Widerspruch zu den Notwendigkeiten wie der Präsenz der Mitarbeiter bei
wichtigen Entscheidungen vor Ort und der qualifizierten
Beratungstätigkeit bei Restaurierungen und Instandsetzungen, aber auch
hinsichtlich der Verhinderung von Abrissen und entstellenden
Veränderungen von Denkmalen.
Auch wenn vor allem durch politische
Gremien immer wieder suggeriert wird, dass das Wissen um Fragen der
Denkmalpflege und des Denkmalschutzes inzwischen Allgemeingut sei,
entspricht das nicht den Tatsachen. Das in den Landesdenkmalämtern
gespeicherte Wissen über den jeweiligen Denkmalbestand und die dort
gesammelten Erfahrungen im Umgang mit den Denkmalen werden beim
Anhalten der Entwicklung nicht mehr im Interesse des Denkmalerhaltes
verfügbar sein und damit die Denkmallandschaften in ihrem Fortbestand
ernsthaft gefährdet.
Die Deutsche Burgenvereinigung, die sich seit
mehr als hundert Jahren um die Erforschung und Pflege einer großen
Denkmalgruppe bemüht und sich auch als Vertreter von
Denkmaleigentümern versteht, hat in dieser Rolle zwar gelegentlich
durchaus auch Konflikte mit den Landesdenkmalämtern ausgetragen, sieht
aber doch in der gegenwärtigen Entwicklung eine große Gefahr für den
Denkmalbestand. Ohne ausreichende fachkundige Beratung durch die
Mitarbeiter der Landesdenkmalämter und ohne differenzierte finanzielle
Unterstützung der unterschiedlichen denkmalpflegerischen Vorhaben
durch die Länder wird es zu dramatischen Verlusten in den noch reichen
deutschen Denkmallandschaften kommen.
Das Präsidium und der Vorstand der Deutschen Burgenvereinigung
appellieren an die Landesregierungen, den Abbau der Landesdenkmalämter
zu stoppen und sie auch künftig personell und finanziell wieder so
auszustatten, dass sie handlungsfähig bleiben."
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