Die Aktionsgemeinschaft Privates Denkmaleigentum (APD)

ist eine gemeinsame Einrichtung des Bundesverbands der Familienbetriebe Land und Forst und der Deutschen Burgenvereinigung. Die APD ist beim Bundestag in die öffentliche Liste für Sachverständige eingeschrieben und vertritt die Interessen des privaten Denkmaleigentums bei den Anhörungen zu Gesetzgebungsvorgängen zum Denkmalrecht, Steuerrecht, Baurecht etc. Sie hält Verbindung zu den Abgeordneten des Bundestages und der Landtage sowie zu den entsprechenden Ministerien und beobachtet Entwicklungen zu Denkmalfragen im Bereich Rat und Kommission der EU. Die APD pflegt ferner Verbindungen zu den Landesdenkmalämtern und arbeitet mit nationalen und internationalen Denkmalverbänden zusammen, wie z. B. dem Verein Schlösser und Gärten Deutschland e.V. und der European Historic Houses Association.

Aktuell:

Erstmalig in Deutschland erhalten alle privaten Denkmaleigentümer eine pauschale Ermäßigung bei der Grundsteuer
Nun auch Zustimmung vom Bundesrat

Berlin (ots)
Gleich zu Beginn seiner heutigen Sitzung beschloss auch der Bundesrat das Grundsteuerreformgesetz. Darin enthalten ist erstmalig eine pauschale Ermäßigung für private Denkmaleigentümer in Höhe von 10 Prozent. "Das Denkmalbündnis, das seit Monaten eine Berücksichtigung der Besonderheiten der Baudenkmäler bei der Grundsteuer gefordert hatte, dankt allen Bundestagsabgeordneten und dem Bundesrat für die gute Lösung. Diese stellt ein wichtiges Signal für die Wertschätzung des privaten Denkmalbestandes in Deutschland dar. Rund 500.000 private Besitzer denkmalgeschützter Häuser erhalten nun eine Anerkennung ihres persönlichen Einsatzes im Interesse der Allgemeinheit", erklärt Hubertus von Dallwitz, einer der Sprecher des Bündnisses und Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Privates Denkmaleigentum.
Die Vielfalt der Denkmäler in privatem Besitz, vom Fachwerkhaus bis zur Burg, prägt die Kulturlandschaften und schafft Identität und Verbundenheit. Mit dem Steuernachlass werden die Belastungen privater Denkmaleigentümer durch die gesetzliche Erhaltungspflicht, das Veränderungsverbot, Nutzungseinschränkungen und große Unterhaltslasten gewürdigt.
"Wie ich von Abgeordneten hörte, war ein höherer Denkmalabschlag als die nun beschlossene 10-Prozent-Pauschale in der Koalition nicht machbar. Dennoch sind wir alle außerordentlich dankbar, dass diese - wenn auch kleine - Ersatzregelung überhaupt zu Stande gekommen ist. Somit wird für die überwiegende Mehrheit des privaten Denkmaleigentums eine Schlechterstellung gegenüber der bisherigen Gesetzeslage des Grundsteuer- und Bewertungsrechts vermieden", so von Dallwitz.
Völlig unangetastet verbleibt im neuen Gesetz die Möglichkeit, für unwirtschaftliche Baudenkmäler eine Befreiung von der Grundsteuer gem. § 32 Grundsteuergesetz zu beantragen.
Aus Anlass der Grundsteuerreform hatten sich sechs bundesweit aktive Denkmalorganisationen, deren Mitglieder sich im Denkmalschutz engagieren oder die Interessen von privaten Denkmaleigentümern vertreten, zu einem Denkmalbündnis zusammengeschlossen. Zum Denkmalbündnis gehören die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, der Verein Schlösser und Gärten in Deutschland, die Interessengemeinschaft Bauernhaus, der Bund Heimat und Umwelt in Deutschland, die Deutsche Burgenvereinigung und der Bundesverband der Familienbetriebe Land und Forst.

________________
Presseerklärung zum Tag des offenen Denkmals 2019

Gesetzentwurf zur Grundsteuerreform

Denkmäler haben einen zusätzlichen Abschlag bei der Bewertung für die Grundsteuererhebung verdient

Die Deutsche Burgenvereinigung zusammen mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, dem Verein Schlösser und Gärten in Deutschland e.V., der Interessengemeinschaft Bauernhaus e.V., dem Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU) e.V. und den Familienbetrieben Land und Forst e.V. , also sechs bundesweit aktive Organisationen, die sich für den Schutz und den Erhalt unseres baulichen Kulturerbes einsetzen, bitten den Bundesminister der Finanzen mit einem gemeinsamen Schreiben, im Gesetzentwurf zur Neuregelung der Grundsteuer die Besonderheiten unserer Baudenkmale zu berücksichtigen. Presseberichten zu Folge sieht der vorliegende Gesetzentwurf zur Grundsteuerreform vor, unser kostbares Kulturerbe wie normale Gebäude von 1948 zu behandeln. Das würde bei der Grundsteuer B zu einer unverhältnismäßig hohen Mehrbelastung des privaten Denkmaleigentums führen. Wegen der gesetzlichen Erhaltungspflicht, des Veränderungsverbots, der Nutzungseinschränkung und wegen der großen Unterhaltslasten fordern wir bei der Grundsteuerveranlagung einen allgemeinen Denkmalabschlag.

Gemeinsames Schreiben an BMF Olaf Scholz zur Grundsteuerreform
Das Schreiben ging in Kopie an die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, die  Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen der Länder, die Finanzminister und Finanzministerinnen sowie die Kulturminister und Kulturministerinnen der Länder.

 

Kontakt:Hubertus von Dallwitz
Aktionsgemeinschaft Privates Denkmaleigentum
Hubertus v. Dallwitz
Waldseeweg 49, 13467 Berlin
Tel. 030 - 40 58 57 07
Fax 03222 - 680 79 96
apd@FabLF.de