Aktuelle Veranstaltungen der Landesgruppe Hessen
Ankündigung Landesgruppe Hessen:
24. - 27.9.2026: Mehrtages-Exkursion ins Eichsfeld und Umgebung
Programm:
Donnerstag, 24.9.:
Treffpunkt Burg Ludwigstein bei Werleshausen: Um 11.00 Uhr gibt es eine Führung auf der ersten der „Feindlichen Brüder“ Ludwigstein und Hanstein.
Burg Ludwigstein ist eine Anlage aus der Spätzeit des Burgenbaus, 1415 hastig als Gegenburg zur mächtigen Burg Hanstein errichtet. Stark im Verfall begriffen, wurde sie durch den Wandervogel wieder zum Leben erweckt und ist immer noch eine Jugendburg. (EBIDAT: www.ebidat.de/cgi-bin/ebidat.pl?id=2305)
Burg Hanstein ist eine der schönsten Burgruinen Mitteldeutschlands, auf jeden Fall die größte. Die bereits im 9. Jh. erwähnte weitgehend gotische Anlage hat durch die frühe Zerstörung ihren gotischen Charakter bewahren können. Allein, dass man, um bis zur Kernburg zu gelangen, sechs Toranlagen überwinden muss, ist schon beeindruckend.
Weiterfahrt nach Duderstadt, zu unserem Standquartier, dem historischen Ursulinen-Kloster im Stadtzentrum. Der großzügige Klosterkomplex wurde 1700 gegründet. Auch heute noch leben einige Ursulinen dort. Die baufällige Liebfrauenkirche wurde 1889 im neoromanischen Stil wieder errichtet. Hier 3 Übernachtungen und die im Reisepreis enthaltenen Mahlzeiten.
nach dem Abendessen: Vortrag von Dr. Jens Friedhoff im Seminarraum.
Freitag, 25.9.:
Burg Hardenberg bei Nörten-Hardenberg, 1098 durch den Mainzer Bischof Ruthard aufgesucht. Es gibt keinen Bergfried, weil kirchlicher Besitz. Die Grafen von Hardenberg sind bis heute im Besitz der Burgruine, einem beliebten Ausflugsziel. (EBIDAT: www.ebidat.de/cgi-bin/ebidat.pl?id=5929)
Burg Plesse nördlich von Göttingen. Führung durch die 1015 erstmals erwähnte Anlage. Es lohnt sich auch, den 23 Meter hohen Bergfried zu erklimmen, mit einer herrlichen Aussicht ins Leinetal. Auch werden wir etwas über den über 150 Meter tiefen Brunnen erfahren. Anschließend Mittagessen in der Burgschänke. (EBIDAT: www.ebidat.de/cgi-bin/ebidat.pl?id=7112)
Auf der Fahrt zur Burg Bodenstein gibt es die Möglichkeit, sich in Duderstadt auszuklinken.
Burg Bodenstein bei Leinefeld-Worbis. Die im 9. Jh. gegründete Burg ist die einzig nie zerstörte Anlage im Eichsfeld. Nach einer spannenden Geschichte im 20. Jh. ist sie heute ein Familienerholungsheim der Ev. Kirche.
Abendessen im Ursulinen-Kloster; anschließend für die, die noch Energie haben, eine Nachtwächterführung durch Duderstadt.
Samstag, 26.9.:
In Duderstadt div. Führungen und Besichtigungen. Mittagessen im Ursulinen-Kloster.
Folgende Besichtigungen und Führung sind geplant:
Stadtmauer mit dem Westernturm inkl. Museum und Wall mit Graben
Stadtführung zu den interessantesten Fachwerkhäusern (es gibt noch etwa 1000), historisches Fachwerk-Rathaus mit Museum (Qualität mindestens wie Michelstadt oder Alsfeld). An den Enden der Marktstraße St. Cyriakus-Basilika und St. Servatuskirche mit Jugendstilelementen
Nach dem Abendessen Klosterführung durch Schwester Ingeborg.
927 wird Duderstadt von König Heinrich II. gegründet. Seine Blütezeit erlebt es um 1400; da hat es fast so viele Einwohner wie Hamburg. 1525 kann die Stadt durch Verhandlungen mit den Bauernheeren ihre Zerstörung abwenden, bekommt danach aber massive Schwierigkeiten mit ihrem Landesherrn, dem Mainzer Erzbischof. Ab 1600 beginnt der allmähliche Niedergang, der durch den 30 jährigen Krieg noch verstärkt wird. Auch die Industrielle Revolution führt zu keinem großen Aufschwung. Nach 1945 und der Teilung Deutschlands mit der Lage an der nur wenige Kilometer östlich liegenden innerdeutschen Grenze fällt die Stadt endgültig in einen Dornröschenschlaf – ein Glücksfall für die historische Bausubstanz. Geldmangel war wieder mal ein guter Denkmalschutz. In den letzten Jahrzehnen wurde sehr viel restaurieret, es gibt noch komplett erhaltene Fachwerkstraßen, teilweise mit hervorragendem Fachwerk. Das Fachwerk-Rathaus ist wahrscheinlich das schönste in Deutschland. Auch sind große Teile der Stadtmauer und der davor gelagerten Wall mit Graben noch erhalten. Generell ist Duderstadt touristisch momentan noch völlig unterbewertet, aber auf einem aufsteigenden Ast. Es gibt viel zu sehen und zu erlaufen.
Sonntag, 27.9.:
In Großbodungen in Thüringen Besichtigung von Wasserburg, Kirche und Fachwerkhäusern.
Burg Großbodungen ist eine ehemalige Wasserburg aus dem 13. Jh. mit einem markanten Bergfried. Nach dem Einebnen der Wassergräben wurde sie zu einem Schlösschen. Die Familie von Berlepsch führte von 1575 bis 1585 umfangreiche Ausbauten im Innenhof durch. Die Fachwerkbauten von damals sind heute noch erhalten. Ab den 1980er-Jahren stand die Burg leer und verfiel zunehmend. 1994 wurde sie von Raban Graf von Westphalen gekauft und fachgerecht saniert, der 2012 den Stiftungspreis der DBV erhielt. 2021 gab es einen weiteren Eigentümerwechsel. Der Burgherr selbst wird uns führen und wird uns einiges zu den Nöten eines Burgbesitzers und die mögliche Nutzung berichten.
Auf dem Heimweg Schloss Berlepsch nördlich von Witzenhausen. Mittagessen und Führung.
Die im 14. Jh. erbaute Burg wurde im 16. schrittweise im Stil der Weserrenaissance erweitert. Nach Zerstörungen im 30jährigen Krieg gab es ab 1893 eine umfangreiche Überformung im Stil der hannoverschen Neugotik, was dem Schloss heute den Spitznamen „hessisches Neuschwanstein“ eingebracht hat. Mit etwas Glück wird uns der Schlossherr selbst führen. (EBIDAT: www.ebidat.de/cgi-bin/ebidat.pl?id=7966)
Organisatorisches
Teilnehmerzahl: max. 26 Personen
Fahrt: Die Touren finden in Privat-PKW statt, Freitag und Samstag in Fahrgemeinschaften (nicht im Reisepreis enthalten)
Reiseleitung am Donnerstag und Freitag: Dr. Jens Friedhoff (EBI)
Unterkunft: Das Ursulinenkloster in Duderstadt (16 EZ und 5 DZ)
Reisepreis: im Einzelzimmer 395,- Euro, im Doppelzimmer 380,- Euro
Im Reisepreis enthalten:
3 Übernachtungen mit Frühstück und Abendessen, 1 Mittagessen, Entgelte für Eintritt, Führungen und Reiseleitung.
Ohne Gewähr (Dies ist ein vorläufiger Reiseverlauf, kleine Änderungen können sich noch ergeben.)

