27.-29. September 2019
Fahrt nach Vorpommern

Unsere Herbstexkursion führt uns nach Vorpommern, wo wir mit maßgeblicher Hilfe unserer sehr geschätzten Burgenfreundin, Frau Prof. Dr. Sabine Bock, ehemalige Vorsitzende der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern und ehemaliges Präsidiumsmitglied der DBV wieder sorgfältig ausgesuchte historische Wehr- und Wohnbauten ansteuern werden.
Detaillierter Reiseverlauf
Burg Klempenow, eines der Ziele der Burgenfahrt, Foto: Wagner 2009
Los geht es am Freitag, den 27. September 2019 um 09:00 Uhr am Hamburger ZOB.
Gegen Mittag erreichen wir unser erstes Ziel in „Schwedisch-Pommern“, die 1387 erstmals erwähnte und spätestens im 16. Jahrhundert errichtete Gutsanlage Nehringen. Das älteste erhaltene Bauwerk ist ein wohl um 1330 erbauter mittelalterlicher Burgturm. Begrüßung und Führung durch den heutigen Eigentümer und DBV-Mitglied Alexander von Pachelbel-Gehag.
Das Herrenhaus Quitzin entstand 1607 im Stil der Renaissance auf Gewölben aus dem 13. Jahrhundert.
Im 18. Jahrhundert fanden Umbauarbeiten zu einem Jagdschloss im Stil des Barock statt. 1992 konnte der Enkel des letzten Besitzers das Herrenhaus zurückkaufen. Burghard Rübcke-von Veltheim und seine Frau Friederike, geb. Freiin von Blomberg, führen seitdem den Besitz als landwirtschaftlichen Betrieb und B&B Hotel.
Hier erwartet uns auch ein Mittagsimbiss.
Das Schloss Griebenow wurde 1709 errichtet und zählt mit dem Gutspark und den erhaltenen Wirtschaftsgebäuden zu den schönsten Schlössern Vorpommerns. Seit 2003 ist der „Barockschloss zu Griebenow e.V.“ Eigentümer des Schlosses und betreibt dieses als kulturelles Zentrum mit über 10.000 Besuchern im Jahr.
Am Sonnabend, den 28. September 2019 sind „Herrenhäuser“ unser Schwerpunkt
Seit 1356 - mit Unterbrechung von 1654 bis 1731 - befand sich das Gut Vanselow im Eigentum der Familie von Maltzahn. Das Herrenhaus Vanselow wurde 1870 bis 1872 im spätklassizistischen Stil nach Plänen des Schweriner Architekten Georg Daniel erbaut. 1990 erwarb Mortimer Freiherr von Maltzahn, der Erbe des letzten Eigentümers, Herrenhaus und Parkanlage.
Schloss Schmarsow - eine überaus solide gebaute 3-Flügelanlage, die 1698/98 von Joachim von Parsenow auf weitaus älteren Fundamenten errichtet wurde, ist eines der ältesten Gebäude der Region. Das Schlossgebäude wurde im März 2000 von den jetzigen Eigentümern und DBV-Mitgliedern, Andrea Ruiken-Fabich und Dr. Falk Fabich, erworben und umfangreich saniert. Das bis 1770 in „holländischem Stil“ errichtete aufwändige Herrenhaus Broock wurde zwischen 1840 und 1850 nach Entwürfen des Berliner Architekten Friedrich August Stüler im neogotischen Stil umgebaut. Gleichzeitig entwarf Peter Joseph Lenné für Broock einen englischen Landschaftspark. 2017 erwarb der Architekt Stefan Klinkenberg aus Berlin die Anlage.
Gültz war seit dem 15. Jahrhundert, mit wenigen Unterbrechungen, ein Gut des pommerschen Zweiges der Familie von Maltzahn. Im 19. Jahrhundert wurde im Auftrag von Axel von Maltzahn ein Landschaftspark im englischen Stil nach einem Entwurf von Peter Joseph Lenné aus dem Jahr 1840 angelegt.
Abends heißt es dann: auf zur Dampferfahrt mit der ehemaligen Senatsbarkasse FGS "Hamburg", auf der einst königliche Gäste, Präsidenten und Staatsoberhäupter über die Schiffsplanken schritten. An Bord werden wir auch zu Abend essen.
Am Sonntag, den 29. September 2019 fokussieren wir uns auf „Burgen und Feste Häuser“
Bis 1264 residierten in der Burg die Herzöge von Pommern-Demmin. Ab Mitte des 13. Jahrhunderts wurde die Burg "Haus Demmin" zur frühdeutschen Burg ausgebaut. Auch im 16. Jahrhundert fanden zeitgemäße Um- und Ausbauten statt. 1881 ging "Haus Demmin" in das Eigentum der Familie von Rohr über, die es bis zur Enteignung 1945 behielten. Im Jahre 1991 konnte der Familie von Rohr das "Haus Demmin" rückübertragen werden. Doch auch sie konnten den Verfall des Gebäudes kaum aufhalten. Den Rest erledigte ein Brand im Jahre 1998, bei dem das ehemals stattliche Gebäude bis auf die Grundmauern niederbrannte.
Die Burganlage Klempenow ist die einzig erhaltene Niederungsburg in Mecklenburg-Vorpommern. Seit 1991 hat der Verein Kultur-Transit-96 e.V. große Teile der Burg saniert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Eine der schönsten und eindrucksvollsten Schlossruinen Norddeutschlands ist die Veste Landskron. Erbaut wurde die Burg in den Jahren 1576 bis 1579 im Stil der Renaissance. Im 19. Jahrhundert war die Burgruine ein beliebter Ausflugsort, die angeblich auch von Caspar David Friedrich als Motiv gewählt wurde. Wissenschaftlich bestätigt ist das nicht. Malerisch war und ist die Anlage allemal.
Nach eigener Aussage ist Spantekow die bedeutendste Renaissance Wasser-Veste Norddeutschlands. Von 1558 bis 1567 ließen der Großhofmeister Ulrich von Schwerin und seine Frau Anna von Arnim das Hauptgebäude erbauen. Später wurde die Burg zur Festung (Veste). Die Geschichte um Eigentums- und Besitzverhältnisse bleibt über die Jahrhunderte bewegt, bis schließlich 1999 der Rückkauf der Burg durch Kaspar Freiherr v. Harnier, Enkel und Erbe von Hans Bone v. Schwerin und unser heutiger Gastgeber, erfolgt.
Der Großhofmeister Ulrich von Schwerin ließ in Putzar um 1550 ein Festes Haus, den sogenannten Ulrichsbau, errichten. Sein Sohn Joachim von Schwerin ließ, im rechten Winkel zum älteren stehend, ein neues zweigeschossiges Herrenhaus, den Joachimsbau, anfügen. Nach 1840 erfuhr der Park durch Maximilian von Schwerin-Putzar eine neue Gestaltung.
Das 1575 erbaute Wasserschloss in Quilow wird dank einer Millionenhilfe vom Land saniert und durch unsere Stiftung gefördert. Die Deutsche Burgenvereinigung e.V. - das sind wir - schätzt nach Angaben einer Sprecherin, dass die Sanierung bis zu vier Jahre dauert. Es handelt sich um ein zweigeschossiges Festes Haus mit rechteckigem Grundriss und gehört zu den ältesten erhaltenen Putzbauten Vorpommerns. Der Putz besaß ursprünglich einen weißen Anstrich. Während der Schwedenzeit wurde der Anstrich in dem zu dieser Zeit in Mode gekommenen Falunrot erneuert, wie im Putz erkennbare Reste von Farbpigmenten zeigen. Im 19. Jahrhundert tendierte die Farbgebung nach helleren Rottönen wieder zu Weiß.
Im Gegensatz zu Rot gehört Weiß durchaus zu unseren Vereinsfarben, und deswegen weiß auch jeder, dass es Zuhause am schönsten ist. Gegen 18:30 Uhr heißt es also: ab nach Hause, HOMERUN!.
Gegen 22:00 wollen wir den ZOB Hamburg erreichen und die Restmeilen zurücklegen - jeder für sich - und mit seinen Gedanken an Vorpommern!
 
Die Kosten für diese Reise betragen € 360,00 pro Person im Doppelzimmer (DZ € 720,00). Der Einzelzimmerzuschlag pro Nacht ist € 15,00, also insgesamt € 390,00 für Einzelreisende. In diesem Preis sind die Kosten für die Hin- und Rückfahrt mit unserem Reisebus, alle Eintrittsgelder, eventuelle Kosten der Führungen sowie die Präsente für die Objektbesitzer, die Hotelkosten, sowie alle Mittagessen inklusive Wasser und Kaffee und abends jeweils ein 3-Gänge-Menü in unserem Hotel Trebeltal in Demmin respektive an Bord der Senatsbarkasse FGS "Hamburg" enthalten.
Erreichbarkeit während der Exkursion: 0172. 432 7788 (Herr Hinrich Lührs)
Aufgrund der sehr hohen Nachfrage erbitten wir Ihre Voranmeldung bis zum 06. Juli 2019, Ihre verbindliche Zusage bitte zum 02. August 2019 an Herrn Hinrich Lührs, Lindenstraße 27, 20099 Hamburg, Tel.: 040. 2805 6285, Fax: 040. 2805 6305, Mail: hinrichluehrs@me.com
Programmänderungen aus organisatorischen Gründen sind möglich.
Wir freuen uns, wenn dieser Ausflug Ihr Interesse findet.
Hinrich Lührs
Vorstand
Landesgruppe Nord

Detaillierter Reiseverlauf als pdf
Schloss Quilow, vor der Restaurierung 2009, Foto: Wagner
Freitag, den 27. September 2019, Schwedisch-Pommern
Los geht es am Freitag, den 27. September 2019 um 09:00 Uhr am Hamburger ZOB.
12:00 Uhr Gutsanlage Nehringen
Mittelalterlicher Burgturm
Barockes Gut, Herrenhaus, Gutskirche und Katen Klappbrücke über den Grenzfluss
Eigentümer: Alexander von Pachelbel (Mitglied DBV)
Nach kurzem Zwischenstopp am Rasthof Fuchsberg erreichen mittags unser erstes Ziel in Schwedisch-Pommern, die 1387 erstmals erwähnte und spätestens im 16. Jahrhundert errichtete Gutsanlage Nehringen. Das älteste erhaltene Bauwerk ist ein wohl um 1330 erbauter mittelalterlicher Burgturm, der hier an der Trebel die historische Grenze zwischen Mecklenburg und Pommern die Besitzungen der adligen Familie Buggenhagen sicherte. Seine heutige Gestalt erhielt der Ortskern unter dem ersten Grafen Meyerfeld zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Es handelt sich dabei um einige der ganz wenigen noch erhaltenen barocken Gebäudeensembles in Vorpommern. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die insgesamt 44,50 m lange Trebelbrücke und die Dorfkirche St. Andreas, ein barocker Kirchenbau aus der Schwedenzeit.
Begrüßung und Führung durch den heutigen Eigentümer und DBV-Mitglied Alexander von Pachelbel-Gehag.
13:30 Uhr Abfahrt Gutsanlage Nehringen
14:15 Uhr Ankunft Herrenhaus Quitzin
Frühbarockes Herrenhaus; Englischer Park, Gutskapelle
Eigentümer: Burghard Rübcke-von Veltheim
Das Herrenhaus Quitzin entstand 1607 im Stil der Renaissance auf Gewölben aus dem 13. Jahrhundert. Auftraggeber für den Bau war der pommersche Kanzler Erasmus von Küssow, in dessen Besitz sich das Gut befand. Im 18. Jahrhundert fanden Umbauarbeiten zu einem Jagdschloss im Stil des Barock statt. Nach dem Tod von Ludwig Julius Erasmus von Küssow im Jahr 1824 erwarb Werner von Veltheim das Gut. Im Besitz seiner Familie blieb das Gut bis zur Enteignung durch die Nationalsozialisten 1937. Das Herrenhaus diente nach 1945 vorerst als Flüchtlingsunterkunft. 1992 konnte der Enkel des letzten Besitzers das Herrenhaus zurückkaufen. Burghard Rübcke-von Veltheim und seine Frau Friederike, geb. Freiin von Blomberg, führen seitdem den Besitz als landwirtschaftlichen Betrieb und B&B Hotel.
Hier erwartet uns auch ein Mittagsimbiss.
16:45 Abfahrt Herrenhaus Quitzin
17:15 Uhr Herrenhaus Griebenow
Barockes Herrenhaus, Gutshof und Renaissancekapelle,
Eigentümer: Verein
Begrüßung und Führung durch Verein
Kaffeepause
Vom Zistersienserkloster Eldena in den Jahren 1219 gegründet, wird der Ort Griebenow 1248 erstmals urkundlich als slawische Ortschaft im Zusammenhang mit der Bestätigung des umfänglichen Klosterbesitzes durch den Pommernherzog Wartislaw III. erwähnt.
Das Schloss Griebenow wurde 1709 errichtet und gehört mit dem Gutspark, den erhaltenen Wirtschaftsgebäuden und einer bemerkenswerten Kirche zu einem denkmalgeschützten Gesamtensemble im Ort Griebenow, neun Kilometer westlich von Greifswald, und zählt zu den schönsten Schlössern Vorpommerns.
Das Schloss ist ein zweigeschossiger dreizehnachsiger Bau, den ein dreiachsiger Mittelrisalit dominiert und das mit einem Glockenturm gekrönte sogenanntes Säteridach, eine in Schweden verbreitete und in Pommern äußerst seltene Bauform eines abgestuften Walmdachs.
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden Veränderungen im und am Schloss vorgenommen. Die Fassade wurde mit klassizistischen Elementen verziert und einige Räume und das Treppenhaus umgestaltet. Bis 1935 erfolgte eine private Nutzung des Gutes durch die Freiherren von Langen-Keffenbrinck. Seit dem 1. Mai 2003 ist der „Barockschloss zu Griebenow e.V.“ Eigentümer des Schlosses und betreibt dieses als kulturelles Zentrum und Begegnungsstätte für Jugendliche und Senioren mit über 10.000 Besuchern im Jahr.
19:15 Uhr Abfahrt
20:00 Uhr Ankunft Hotel Trebeltal, Demmin

Sonnabend, den 28. September 2019, Herrenhäuser
09:00 Uhr Abfahrt Hotel Trebeltal
09:30 Uhr Herrenhaus Vanselow
Herrenhaus 1869/71
Begrüßung und Führung durch Eigentümer Jaspar Freiherr von Maltzahn (Landschaft MV)
Seit 1356 - mit Unterbrechung von 1654 bis 1731 - befand sich das Gut im Eigentum der Familie von Maltzahn und gehört somit zu deren ältestem Besitz. Das Herrenhaus Vanselow wurde 1870 bis 1872 im spätklassizistischen Stil auf H-förmigem Grundriss für den Landrat Hans Ludwig Freiherr von Maltzahn nach Plänen des Schweriner Architekten Georg Daniel erbaut. 1990 erwarb Mortimer Freiherr von Maltzahn, der Erbe des letzten Eigentümers, Herrenhaus und Parkanlage. Nach einer grundlegenden Sanierung wurde hier bis 2003 ein Hotel betrieben. Heute wird das Herrenhaus, welches von einer weitläufigen Parkanlage umgeben ist, die sich bis an die Tollense erstreckt, durch die Familie von Maltzahn ausschließlich privat genutzt.
10:30 Uhr Abfahrt
10:45 Uhr Herrenhaus Schmarsow (1697)
Begrüßung und Führung durch Eigentümer Andrea Ruiken-Fabich und Falk Fabich (Mitglieder DBV)
Schloss Schmarsow - eine überaus solide gebaute 3-Flügelanlage, die 1698/98 von Joachim von Parsenow auf weitaus älteren Fundamenten errichtet wurde und eines der ältesten Gebäude der Region - liegt an der Dorfstraße inmitten des etwa 300 Einwohner zählenden Dorfes Schmarsow, 12 km südöstlich der Hansestadt Demmin in Mecklenburg-Vorpommern.
Das Schlossgebäude wurde im März 2000 auf einem Grundstück von 3400 m² von den jetzigen Eigentümern, Andrea Ruiken-Fabich und Dr. Falk Fabich, erworben. Die denkmalgerechten und umfangreichen Sanierungsarbeiten wurden durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, das Landesamt für Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern und den Landkreis Demmin unterstützt.
Im Erdgeschoss befindet sich die Eingangshalle als Treff- und Mittelpunkt des Hauses. Der Westflügel des Schlosses ist den Feriengästen vorbehalten: hier wurden die umfangreich sanierten Räume in Ferienwohnungen umgestaltet.
Für die Bewirtschaftung und den Betrieb dieser Einrichtung sind feste Arbeitsplätze entstanden. Durch das vorliegende Nutzungskonzept wurde aus dem dem Verfall preisgegebenen Gebäude wieder strahlender Mittelpunkt des Dorfes und der näheren Umgebung und zugleich ein Hoffnungszeichen dieser Region.
Die Beziehung der heutigen Besitzer zu Schloss Schmarsow reicht weit in die Vergangenheit zurück. Die Architektin Andrea Ruiken-Fabich und der Jurist Dr. Falk Fabich sind mit der Ehefrau des Erbauers von Schloss Schmarsow, Joachim Philipp v. Parsenow, verwandtschaftlich verbunden.
Andrea Ruiken-Fabich ist Mitinhaberin des 1985 gegründeten Berliner Büros Ruiken & Vetter Architekten mit derzeit 9 Mitarbeitern. Das Bauen im Bestand, insbesondere von unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden, stellt neben Neubauvorhaben einen der Aufgabenschwerpunkte des Büros dar.
12:00 Uhr Mittagsimbiss Schmarsow
12:45 Uhr Abfahrt
13:00 Uhr Broock
Barocker Gutshof
Herrenhaus im Kern 1765, 1840/1850 Umbau durch Stüler
Begrüßung und Führung
Eigentümer: Stefan Klinkenberg, Berlin
Kaffeepause
Das Schloss Broock genannte Herrenhaus liegt im gleichnamigen Ortsteil Broock der Gemeinde Alt Tellin im Landkreis Vorpommern-Greifswald.
Das bis 1770 in „holländischem Stil“ errichtete aufwändige Herrenhaus wurde zwischen 1840 und 1850 nach Entwürfen des Berliner Architekten Friedrich August Stüler im neogotischen Stil umgebaut. Gleichzeitig entwarf Peter Joseph Lenné für Broock einen englischen Landschaftspark.
Das siebzehnachsige, zweieinhalbgeschossige, ungewöhnlich groß dimensionierte Herrenhaus mit Walmdach besitzt einen umlaufenden Zinnenkranz. Am dreigeschossigen Mittelrisalit wie auch an den Ecken des Gebäudes sind schlanke fialartige Backsteintürmchen (Fiale: schlankes, spitzes gotisches Türmchen) angesetzt.
Vom Wirtschaftshof sind sechs Gebäude erhalten, darunter der Marstall mit Reithalle und bildet somit eine beinahe vollständig erhaltene historische Gutsanlage und ist ein Denkmal von besonderer nationaler kultureller Bedeutung. Das ehemals größte und renommierteste Privatgestüt Vorpommerns war einst der gesellschaftliche Mittelpunkt der Region. 2017 erwarb der Architekt Stefan Klinkenberg aus Berlin die Anlage, er plant mit seinem Team die schrittweise Sanierung der gesamten Gutsanlage. Die Freiflächen und Gebäude sollen für Veranstaltungen, Musikfestivals und als Beherbergungsbetrieb genutzt werden.
Der nahe Bahnhof Sternfeld wurde von den Klinkenberg Architekten im Jahr 2017 erworben, er soll saniert und zum Empfangsgebäude für das Schloss Broock werden, die bei Veranstaltungen auf dem Gutsgelände von hier einen Shuttle-Service in Anspruch nehmen können.
14:30 Uhr Abfahrt
15:00 Uhr Gültz/ Hermannshöhe
Gültz - Herrenhaus, 1868–1872, Architekt Georg Daniel,
Großer Saal,
Hermannshöhe - Villa im Heimatschutzstil
Die Liste der Baudenkmale in Gültz ist lang, aber wir fokussieren uns auf die Gutsanlagen.
Das Gut Gültz, zwischen Altentreptow und Demmin gelegen, gehört heute zu Mecklenburg, ist jedoch aus historischer Sicht eine Region Vorpommerns, die bis 1662 zum Herzogtum Pommern-Wolgast und ab 1815 zur Provinz Pommern gehörte.
Gültz war seit dem 15. Jahrhundert, mit wenigen Unterbrechungen, ein Gut des pommerschen Zweiges der Familie von Maltzahn. Im 19. Jahrhundert wurde im Auftrag von Axel von Maltzahn ein Landschaftspark im englischen Stil nach einem Entwurf von Peter Joseph Lenné aus dem Jahr 1840 angelegt. Im Park befindet sich noch ein alter Eiskeller.
In den Jahren 1868 bis 1872 ließ Helmuth Freiherr von Maltzahn das klassizistische Herrenhaus nach dem Entwurf des Schweriner Baurates Georg Daniel errichten. Der Besitz ging nach seinem Tode auf seinen Sohn Axel von Maltzahn über. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Maltzahns enteignet und das Herrenhaus geplündert.
Gutshaus Hermannshöhe
Die eingeschossige Villa Hermannshöhe ist ein verputzter Bau mit kräftigem Mansardendach und diente Anfang der 1930er Jahre als Wohnhaus in der ehemaligen Gemeinde Gültz im Kreis Demmin in der Provinz Pommern.
16:15 Uhr Abfahrt
17:00 Uhr Hotel Trebeltal, Demmin
18:00 Uhr Abendliche Peeneschifffahrt mit Kapitän Ingo Müller
Ablegestelle Baumannstraße 1
mit Kapitän Ingo Müller auf der MS Hamburg
Peene - Kummerower See,
Auf zur Dampferfahrt mit der ehemaligen Senatsbarkasse FGS "Hamburg", wo einst königliche Gäste, Präsidenten und Staatsoberhäupter über die Schiffsplanken schritten. Ab Demmin: Peene, Kummerower See, Aalbude, Stolpe, Gravelotte, Anklam, Jarmen und Malchin
Abendessen
22:00 Uhr Hotel Trebeltal, Demmin


Sonntag, den 29. September 2019, Burgen und Feste Häuser
08:00 Uhr Abfahrt Hotel Trebeltal

08:15 Uhr Haus Demmin
Burganlage, 13. Jahrhundert, 1631 zerstört durch die Schweden
Herrenhaus 1830/1840, Ruine
Bis 1264 residierten in der Burg die Herzöge von Pommern-Demmin. Ab Mitte des 13. Jahrhunderts wurde die Burg "Haus Demmin" zur frühdeutschen Burg ausgebaut. Auch im 16. Jahrhundert fanden zeitgemäße Um- und Ausbauten statt. Im Jahre 1512 verschenkte Herzog Bogislaw X. "Haus Demmin" an Peter von Podewils. Nach 1631 brannte die Burg nieder, die Ruine des mächtigen Backsteinturmes ist noch erhalten. Im Jahre 1840 ließ die Familie von Podewils einen zweigeschossigen spätklassizistischen Putzbau mit einem dreieinhalbgeschossigen Mittelteil errichten. 1881 ging "Haus Demmin" in das Eigentum der Familie von Rohr über, die es bis zur Enteignung 1945 behielten. Von 1948 bis 1986 wurde das Gebäude als Internat der Demminer Oberschule genutzt. Im Jahre 1991 konnte der Familie von Rohr das "Haus Demmin" zurückübertragen werden. Doch auch sie konnten den Verfall des Gebäudes kaum aufhalten. Den Rest erledigte ein Brand im Jahre 1998, bei dem das ehemals stattliche Gebäude bis auf die Grundmauern niederbrannte. 2016 wurde das Haus Demmin zum Verkauf angeboten.
09:00 Abfahrt
09:45 Uhr Burg Klempenow
13./14. Jahrhundert, 1434 verändert,
Besitzer: Kulturverein
Die Burganlage Klempenow ist die einzig erhaltene Niederungsburg in Mecklenburg-Vorpommern und liegt in der Nähe der ursprünglichen Grenze zwischen Mecklenburg und Vorpommern, die wenige Kilometer südlich und östlich beim Kleinen und Großen Landgraben verlief. Mitte des 13. Jahrhunderts wurde sie vom niedersächsischen Rittergeschlecht derer von Heydenbreck im Auftrag des Pommerschen Herzogs erbaut und erlebte in den darauf folgenden Jahrhunderten eine wechselvolle Geschichte: im 17. und 18. Jahrhundert umfassend neu gestaltet, seit dem 19. Jh. verfiel die Anlage zusehends und nach dem 2. Weltkrieg wohnten hier sogenannte "Umsiedler", also kriegsbedingte Flüchtlinge und Heimatvertriebene auf der Flucht nach Westen. Bis zu 14 Familien fanden notdürftige Bleibe. 1991 hat der Verein Kultur-Transit-96 e.V. sich vorgenommen, die Burg zu sanieren und kulturell zu beleben. Große Teile der Burg sind inzwischen saniert und der Öffentlichkeit zugänglich.
11:00 Uhr Abfahrt
11:30 Uhr Feste Landskron
Festes Haus, Renaissance,
im 19. Jahrhundert romantisches Ausflugsziel
Eine der schönsten und eindrucksvollsten Schlossruinen Norddeutschlands im Südwesten von Anklam ist Landkron, auch als Veste Landskron bezeichnet. Erbaut wurde die Burg in den Jahren 1576 bis 1579 im Stil der Renaissance von Ulrich II. von Schwerin, dem Sohn des pommerschen Großhofmeisters Ulrich von Schwerin. Die Benennung als Landskron soll den Unwillen des pommerschen Herzogs erregt haben. Im weiteren Verlauf fand die Burg selten Erwähnung in historischen Aufzeichnungen. Bekannt ist, dass sie nach dem Tod Ulrichs II. in den Besitz seines Sohnes Georg Ernst von Schwerin kam. Dessen Sohn Ulrich Wigand von Schwerin starb 1651 ohne Erben. Durch das Erlöschen der männlichen Linie des Burgherrn geriet die Burg über Ulrich Wigands Schwester Anna an deren Mann, den schwedischen Rat von Anrieppe. Dessen Tochter brachte den Besitz der Burg in ihre Ehe mit Jürgen von Pentz. 1699 kam die Burg mit den sie umgebenden Ländereien für 13.000 Taler wieder in den Besitz der Familie von Schwerin, blieb jedoch weiter sich selbst überlassen. Im 19. Jahrhundert war die Burgruine ein beliebter Ausflugsort. Neben den bewachsenen Mauerresten trug auch die Einsamkeit dazu bei, dass der Ort mir verwunschen und zauberhaft vorkam. Die Ruine Landskron wurde angeblich auch von Caspar David Friedrich als Motiv gewählt, und soll auf dem heute leider inzwischen verschollenem Bild „Rast bei der Heuernte“ zu sehen gewesen sein. Wissenschaftlich bestätigt ist das nicht. Malerisch war und ist die Anlage allemal.
12:15 Uhr Abfahrt
13:00 Uhr Feste Spantekow
Renaissanceanlage, Reste der mittelalterlichen Burg
Führung und Begrüßung durch Eigentümer: Kaspar Freiherr von Harnier
Mittagsimbiss
Nach eigener Aussage ist Spantekow die bedeutendste Renaissance Wasser-Veste Norddeutschlands. Von 1558 bis 1567 ließen der Großhofmeister Ulrich von Schwerin und seine Frau Anna von Arnim das Hauptgebäude erbauen. Später wurde die Burg zur Festung (Veste) ausgebaut und als unregelmäßiges Viereck angelegt. Sie besitzt vorspringende Bastionen, die Wälle wurden mit Futtermauern begrenzt und ist vollständig von einem wassergefüllten Wallgraben umgeben. 1634 fällt Spantekow durch den Tod von Vivigenz v. Schwerin an Erich Graf v. Steenbock, (Schweden) ver­heiratet mit dessen Schwester Katharina.
Während des Dreißigjährigen Krieges 1618 – 1648 bietet die Burg Widerstand gegen die Kaiserlichen Völker. Sie lagerten im Park, daher der Name „Kaiserkoppel“. 1677 wurde die Burg durch die Brandenburger in ihrem Krieg ge­gen die Schweden belagert und eingenommen. Der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg ließ das Hauptgebäude der Burganlage sprengen. Die Burgkirche am Fuß des Hügels und die beiden Seitengebäude blieben stehen. Jedoch brannte die Kirche 1748 gänzlich nieder. Mauerreste der ehemaligen Ringburg sind heute noch zu sehen.
Die Geschichte um Eigentums- und Besitzverhältnisse bleibt über die Jahrhunderte bewegt, bis schließlich 1999 der Rückkauf der Burg durch Kaspar Freiherr v. Harnier, Enkel und Erbe von Hans Bone v. Schwerin und unserer heutiger Gastgeber, erfolgt. (Gefördert durch die Stiftung der Deutschen Burgenvereinigung, Bericht)
15:00 Uhr Abfahrt
15:30 Uhr Putzar
Ulrichsbau, Joachimsbau, Feste Häuser des 16. Jahrhunderts
Patronatskirche
Herrenhäuser Putzar
Wie in einem Gemälde der Romantiker zeigen sich die beiden Ruinen der Herrenhäuser im Landschaftspark von Putzar.
Der Großhofmeister Ulrich von Schwerin ließ hier um 1550 ein Festes Haus, den sogenannten Ulrichsbau, errichten. Sein Sohn Joachim von Schwerin ließ, im rechten Winkel zum älteren stehend, ein neues zweigeschossiges Herrenhaus, den Joachimsbau, anfügen. Im 18. Jahrhundert verfiel der Ulrichsbau, der zu dieser Zeit lange nicht mehr in Nutzung stand, zusehends und 1785 ließ der damalige Pächter Heinrich Christoph Schröder die obere Etage abbrechen. Der Joachimsbau wurde genutzt und im Jahre 1753 durch das Aufsetzen einer dritten Etage vergrößert. Nach 1840 erfuhr der Park durch Maximilian von Schwerin-Putzar eine neue Gestaltung, er ließ die Lindenallee und den von Eschen dominierten südlichen Parkteil anlegen. Den Platz vor dem Haus und die Auffahrt gestaltete 1862 der Gartenbaudirektor Ferdinand Jühlke und eine Dekade später lieferte der Kolberger Garteninspektor Bong die Pläne für die Erneuerung der gesamten Parkanlage. Bis 1945 diente der Joachimsbau als Wohnsitz der Grafen von Schwerin-Putzar. Nach der Enteignung war das Herrenhaus zunächst Flüchtlingsunterkunft, später diente es auch als Lager, bis in den 1970er Jahren der Dachstuhl einstürzte. Seit 1990 gibt es verstärkte Anstrengungen, das wertvolle Denkmalensemble zu erhalten. Um den weiteren Verfall zu verlangsamen, erhielt der Joachimsbau ein Schutzdach, der Landschaftspark wurde unter Anleitung des Garten- und Landschaftsarchitekten Stefan Pulkenat restauriert.
16:30 Uhr        Abfahrt
17:00 Uhr        Quilow
Festes Haus, 1577
Kaffeepause
Das 1575 erbaute Wasserschloss in Quilow im Landkreis Vorpommern-Greifswald wird dank einer Millionenhilfe vom Land saniert. 3,7 Millionen der Gesamtkosten von 4,2 Millionen Euro würden übernommen, teilte das Schweriner Wirtschaftsministerium mit. Das Wasserschloss Quilow sei ein historisches Kulturerbe Mecklenburg-Vorpommerns, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) bei der Übergabe des Fördermittelbescheids. Die Deutsche Burgenvereinigung - das sind wir - schätzt nach Angaben einer Sprecherin, dass die Sanierung bis zu vier Jahre dauert. (welt.de)
Quilow war bis zum Ende des 15. Jahrhunderts im Besitz des Klosters Stolpe und wurde dann von der pommerschen Adelsfamilie von Owstin erworben. 1485 wurde Quilow in einem Lehnsbrief des Herzogs Bogislaw X. für Hans und Claus von Owstin genannt. 1550 erbte Roleff von Owstin das Gut und erbaute, wohl zwischen 1560 und 1570, das Wasserschloss. Seine Grabplatte befindet sich in der Quilower Kirche.
Der Bau des Wasserschlosses Quilow wurde wohl in den 1560er Jahren begonnen und dürfte spätestens um 1575 vollendet gewesen sein. Es handelt sich um ein zweigeschossiges Festes Haus mit rechteckigem Grundriss. Im Keller und Erdgeschoss sind die ursprünglichen Kreuzgratgewölbe erhalten. Die Fundamente bestehen überwiegend aus Feldsteinen, die Außenwände aus geputztem Mischmauerwerk. Teilweise sichtbare Backsteinbereiche wurden bei Reparaturen nach dem Dreißigjährigen Krieg und bei späteren Sanierungsarbeiten eingefügt. An den Gebäudekanten sind stellenweise noch die Reste einer Putzquaderung erkennbar.
Das Schloss gehört zu den ältesten erhaltenen Putzbauten Vorpommerns. Der Putz besaß ursprünglich einen weißen Anstrich. Während der Schwedenzeit wurde der Anstrich in dem zu dieser Zeit in Mode gekommenen Falunrot erneuert, wie im Putz erkennbare Reste von Farbpigmenten zeigen. Im 19. Jahrhundert tendierte die Farbgebung nach helleren Rottönen wieder zu Weiß.

Im Gegensatz zu Rot gehört Weiß durchaus zu unseren Vereinsfarben, und deswegen weiß auch jeder, dass es Zuhause am schönsten ist. Gegen 18:30 Uhr heißt es also: ab nach Hause, HOMERUN!.
Gegen 22:00 Uhr wollen wir ZOB Hamburg erreichen und die Restmeilen zurücklegen - jeder für sich - und mit seinen Gedanken an Vorpommern!

Text: Hinrich Lührs, 2019

Quellen: Thomas Helms Verlag thv.de,
gutshaeuser.de, wikipedia.de, schloss-griebenow.de, mv-trip.de, demmin.m-vp.de,
schloss-schmarsow.de, schlossgut-broock.de, alleburgen.de,
mecklenburgische-seenplatte.de, burg-klempenow.de, landskron,burgdame.de,
burg-spantekow.de, welt.de