Veranstaltungen der Landesgruppe Sachsen

21. März 2020
Halle/Saale mit Giebichenstein und Moritzburg

9.25 Uhr Treffpunkt: Burg Giebichenstein,
vor der Unterburg (Eingang Kunsthochschule), Seebener Str. 1
Programm
1. 9.30 Uhr Führung Burg Giebichenstein
2. 11.30. Uhr Führung Dom
3. Mittagspause 12.15 – 13.25 Uhr, Restaurant wird noch geklärt
4. 13.30 Führung Moritzburg
5. 15.30 Führung Leopoldina
Kosten für Eintritt und Führungen: 25,00 € pro Person
Anmeldung und Fragen über tom.lauerwald@web.de
Beste burgenkundliche Grüße
Tom Lauerwald

27./28. Juni 2020
Exkursion zu Burgen und Schlössern in der östlichen Niederlausitz
gemeinsam mit der Archäologischen Gesellschaft; Leitung:  Dr. Spazier
Programm als pdf
Sonnabend, 27. Juni 2020
Route: Dresden – Zarki Wielki (Groß Särchen) – Trzebiel (Triebel) – Zary (Sorau) – Bialowice (Billendorf) – Biecz (Beitzsch) – Brody (Pförten) – Cottbus
Abfahrt: Dresden, 8.00 Uhr
Ankunft: Cottbus Hotel Dorotheenhof, Waisenstr. 19, gegen 17.30 Uhr
Verpflegung: in Sorau individuelles Mittagessen oder Selbstversorger, abends mit Halbpension im Hotel
Exkursionsroute:
Groß Särchen: 1353 der Sare, Raubschloss, kreisrunder Burghügel von 50 m Durchmesser und 3 m Höhe, Ruine eines ehem. dreigeschossigen, quadratischen Burghauses wohl aus dem 16. Jh. noch erhalten, Ziegelbau, gliedert sich in Haupt- und Vorburg, Vorburggelände im Osten deutlich erhöht
Triebel: 1329 Trybul et Prybus castris et oppidis, ehemalige Wasserburg, befand sich im Rittergutsbereich, jetzt Gutshaus von 1729, befindet sich auf einer Kuppe, die allseitig von einem Wassergraben umgeben war, der teilweise noch erhalten ist
Sorau: 1325 civitas et castum Soraw, Burg wohl Mitte des 13. Jhs. entstanden, 13./14. Jh. von Döben und von Pack Besitzer der Herrschaft und der Burg, von 1355–1551 Bibersteinscher Besitz, danach unter denen von Promnitz bis 1765 als Herrschaft Sorau-Triebel, nach 1765 sächsischer Staatsbesitz
Schlosskomplex in Biberstein- und Promnitzschloss gegliedert, Letzteres Anfang des 18. Jhs. errichtet, 2019 Schloss nach Sanierung durch Feuer beschädigt.
Die mittelalterliche Burg befand sich im Bereich des Bibersteinschlosses, quadratischer Bau mit Turm und Innenhof, dreigeschossiges Gebäude, im 16. Jh. unter Verwendung gotischer Bauteile erbaut, burgartiger Charakter in seiner ursprünglichen Form wohl aus dem Spätmittelalter erhalten geblieben, Backstein- und unregelmäßiges Feldsteinmauerwerk, spätmittelalterliches Gewölbe im Saal, Wassergraben im Westen und Nordwesten erhalten geblieben
Billendorf: Wasserburg, allseitig von einem Wassergraben umgeben, der eine quadratische Innenfläche von 40 m Seitenlänge umschloss, Wassergraben war noch bis Anfang des 20. Jhs. auf der Nord-, West-, und Ostseite erhalten, jetzt teilweise eingeebnet, Gutshaus war ein Putzbau aus dem 18. Jh., als Ruine erhalten
Fundplatz der bekannten früheisenzeitlichen Billendorfer Kultur (7./6. Jh. v. Chr.). namengebendes Gräberfeld liegt unweit des Schlosses im Wald
Beitzsch: ab 1937 Beitsch, 1316 dominus Johannes de Bitsch, ab 14. Jh. Sitz der Herren von Beitsch, ein aus Schlesien eingewandertes Geschlecht, die hier eine kleine Herrschaft aufbauen konnten, Wasserburg sowie der Rittergutskomplex waren vollständig mit einem Wassergraben umgeben, der nur noch teilweise erhalten ist, Rittergutskomplex mit Wohngebäuden und Wirtschaftshof noch gut erkennbar, Gutshaus ist heute eine Dreiflügelanlage, war ursprünglich quadratisches Gebäude
Pförten: besaß keine mittelalterliche Burg, entwickelte sich im 15. Jh. vom Dorf zum Städtchen, gehörte bis 1668 der Familie von Biberstein zur Herrschaft Forst-Pförten, ab 1740 bis 1945 unter Grafen von Brühl verwaltet, unter diesem Stadtanlage nach Plänen des Oberlandbaumeisters von Knöffel vollständig verändert und als Rechteck angelegt, Schloss ein dreigeschossiger Putzbau von 1741/49

Sonntag, 28. Juni 2020
Route: Cottbus – Polanowice (Niemitzsch) – Sekowice (Schenkendorf) – Amtitz (Gebice) – Dresden
Abfahrt: Cottbus Hotel Dorotheenhof, Waisenstr. 19, 9.30 Uhr
Ankunft: Dresden, ca. 17.00 Uhr
Verpflegung: Frühstück im Hotel, nach Exkursion in Amtitz kleiner Imbiss am Bus oder Mittagessen bei Forst
Exkursionsroute:
Niemitzsch: Burgwall „Das heilige Land“, frühe deutsche Burg des 10.–13. Jhs., ab 1000 burgwardim Niempsi bis Anfang des 13. Jhs. mehrfach als Besitzung des Kloster Nienburg an der Saale erwähnt, zum Burgwall gehörten sechs Dörfer, noch 1244 tritt ein castellanus de Nimiz auf
ovaler Burgwall von 175 x 145 m Größe, in Haupt- und Vorburg gegliedert, Gelände steigt leicht zur Mitte an, besitzt teilweise noch eine Höhe von 3 bis 4 m, im 19. Jh. waren im Süden des Burgwalles noch Reste einer Kapelle sichtbar, die Kapelle war ca. 15 x 8 m groß
Schenkendorf: Stammsitz der 1300 erstmals erwähnten Schenken von Schenkendorf, einem Seitenzweig derer von Landsberg, sie besaßen das Schenkenamt bei dem Markgrafen der Ostmark, mit dem sie wohl unter Heinrich dem Erlauchten ausgestattet worden sind, ab dem 14. Jh. Entwicklung zur Herrschaft
spornartige Burganlage von ca. 65 x 50 m, war Ende des 18. Jhs. noch allseitig von einem Wassergraben umgeben, ursprünglich zweiseitiger Wohn- und Wirtschaftskomplex, im Südwesten Ruine aus Feldsteinen und Ziegelmauerwerk mit Kreuzgratgewölbe vorhanden
Amtitz: Schloss und Wirtschaftshof nur noch als Ruine erhalten, südöstlich des Gutshauses noch Wassergrabensegment vorhanden